Historisches zum Seebad Altefähr

"Antiqua passagium", wie der Lateiner sagt wenn er eine "Alte Fähre" meint gibt es an den rügenschen Gestaden des Strelasundes schon seit fast tausend Jahren, so erstmals erwähnt in einer Urkunde aus dem 13. Jh. Fürst Witzlaw I. von Rügen bestätigte in dieser Urkunde der Stadt Stralsund den Ankauf der "Feldmark des angrenzenden Dorfes, wo ehemals die alte Fährüberfahrt nach Rügen stattfand" für 90 Mark Rügenscher Münze. Aber vermutlich gibt es diese Fährverbindung schon viel länger. Von dem zunehmenden Warenverkehr im 19. Jh. kam blieb in Altefähr einiges hängen und die Gemeinde erlangte einen bescheidenen Wohlstand, der es ihr ermöglichte im Jahr 1854 Stralsund die Fährrechte abzukaufen.

Einen weiteren Aufschwung nahm der Ort mit der Aufnahme des Eisenbahn-Fährverkehrs. Ab 1909 war die Eisenbahnfähre Teil der Schnellzugverbindung zwischen Berlin und Stockholm, die die Fährverbindung der Königslinie (Sassnitz-Trelleborg) einschloss. Mit der Fertigstellung des Rügendamms wurde 1936 der Fährverkehr eingestellt. Altefähr wurde nun zu einem beliebten Bade und Ausflugsziel der Stralsunder. Auch einen Fährverkehr gibt es heute wieder, wenn auch nur von März bis Oktober. Die Personenfähre ermöglicht einen stress- u. autofreien Besuch der Hansestadt Stralsund und Hafenrundfahrten. Man landet direkt im Zentrum, in unmittelbarer Nähe des berühmten Ozeaneums, dem europäischen Museum des Jahres 2010.